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Lodenfrey

Für den feinen Loden von Lodenfrey werden nur ausgewählte Schafe geschoren. Und zwar nur dort wo die Wolle am feinsten ist. An Flanken und Schulter.

Diese frisch geschorene Schafwolle wird mit verdünnter Säure gewaschen und anschließend in einem Ofen getrocknet. Auf einer Maschine, ausgerüstet mit einer Art Nadelband, wird diese Wolle dann sortiert bis ein gleichmäßiges Faser­band entsteht, der sogenannte Faserflor. Nun wird gefärbt und 
eventuelle Mischungen beigefügt, wie etwa Cashmere, Alpaca und Mohair. 

Anschließend wird dieser Faserflor gesponnen und gewebt. Nun beginnt erst die eigentliche Entstehung des Lodens durch Walken, Rauhen und Tuchscheren. Beim Walken verfilzt der Wollstoff unter Einfluß von Wärme, Feuchtigkeit, Lauge und Bewegung und läuft um ca. 25% ein. Er wird somit dichter und 
wiederstandsfähiger gemacht. Der geglättete Stoff wird nun mit Disteln aus Stahl aufgerauht. Zum Rauhen besonderer Stoffe werden immer noch Naturdisteln verwendet. Dabei entsteht ein Strich, der die aufgerauhten Faserenden dachziegelartig übereinanderlegt. Diese Oberfläche wird nun mit Scheren gleichmäßig gestutzt, je nach Bedarf und Ver­wen­dungs­zweck. Das anschließende Pressen glättet unter Druck und feuchter Hitze die eventuell noch vorhandenen restlichen Knitter und verleihen dem Loden einen seidnweichen Griff und einen matten Glanz.

Durch diese drei Arbeitsschritte werden die charakteristischen Eigenschaften des Lodens erziehlt: wasserabweisend und windundurchlässig.

Wo?
1. Obergeschoss

 

Lodenfrey
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